Praktische Theologie

Praktische Theologie ermittelt jene Regeln, nach denen die Praxis des religiösen Lebens verläuft. Diese Regeln (...) werden erst im Akt des Nachdenkens auf Praxis kritisch rekonstruiert. Die Theorie ist der Praxis weder als regelgebende Instanz vorgeordnet noch sitzt sie ihr einfach (unkritisch) auf. Praktische Theologie muß daher gleichermaßen praxis- wie wissenschaftsorientiert sein.

Henning Luther

Praktische Theologie reflektiert und deutet die religiöse (Alltags-)Praxis von Menschen sowie die Praxis christlicher Kirchen im Horizont der Gesellschaft. Sie ist interessiert am Individuum, wie an den sozialen Gestalten und Auswirkungen von Religion. Sie entwickelt Theorien kirchlichen Handelns auf unterschiedlichen Ebenen weiter, wie der Seelsorge, der Pastoraltheologie, der Homiletik oder der Gemeindepädagogik.

Die Praktische Theologie arbeitet prinzipiell interdisziplinär und bezieht sich auf Ansätze der Kulturwissenschaften und Ästhetik, der Humanwissenschaften wie Psychologie und Pädagogik, sowie der Soziologie und Medienwissenschaften.

Das Lehrangebot der Praktischen Theologie in Basel gliedert sich in vier Module: Theorie der gelebten Religion (PT 1); Religionspädagogik (PT 2); Religionspsychologie (PT 3); Homiletik/Liturgik (PT 4).

Praktische Theologie in Basel
Wir sind interessiert an den Schnittstellen von Praktischer Theologie und Interkultureller Theologie. Daher sind besonders international relevante Fragestellungen im Blick, wie die Überwindung von Gewalt, Migration und die Mediatisierung der Religion.

Neben der empirischen Sozialforschung suchen wir verstärkt Anschlüsse an die Systematische Theologie und zielen darauf die Praktische Theologie innerhalb der theologischen Disziplinen zu vernetzen.

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