Semitische Sprachen im MA-Studium Theologie (NEU ab HS 2018)

Die Fakultät verleiht für ein bestandenes Masterstudium Theologie den Grad «Master of Theology». Dem verliehenen Grad folgt die Nennung der gewählten Vertiefungsrichtung. Es gibt die Vertiefungsrichtungen Theology, Semitic Philology und Christianity.

In allen Vertiefungsrichtungen besteht die Möglichkeit, semitische Sprachen zu studieren, allerdings mit unterschiedlich starker Akzentuierung. Vgl.

Bild: Quincuplex Psalterium. Gallicum, Romanum, Hebraicum, Vetus, Conciliatum. Edid. Jacobus Faber Stapulensis, Paris 1509. Frey-Grynäisches Institut, Basel (Frey-Gryn A II 8). Photo: Anja Preiswerk 2018.

Vertiefungsrichtung Semitic Philology

Im Masterstudium Theologie besteht die Möglichkeit, Semitic Philology als Vertiefungsrichtung zu wählen.
Dafür sind

Um einen Eindruck zu vermitteln, wie Masterarbeiten mit semitistischem Schwerpunkt aussehen können, hier drei Beispiele:

  • Vergleich eines biblischen Textes mit einem nicht biblisch-hebräischen Text aus dem Umfeld des Alten Testaments oder zweier Texte verschiedener, semitischer Sprachen (z.B: Akkadisch und Phönizisch) im Hinblick auf Sprachform, Motive, Theologie o.ä.
  • Semantische, morphologische oder syntaktische Untersuchung(en) an biblisch-hebräischen Texten und/oder Texten in weiteren semitischen Sprachen.
  • Untersuchung spezifischer Passagen antiker Bibelübersetzungen (z.B. der Septuaginta oder der Vulgata mit speziellem Augenmerk auf die hebräische Vorlage oder allfälliger aramäischer Einflüsse, oder auch der Peschitta). 

Modul Semitische Philologie (SPh)

Um das Modul Semitische Philologie (SPh) abzuschliessen, sind

Anrechenbar sind auch KP, die durch an der Philosophisch-Historischen Fakultät erbrachte Studienleistungen erworben werden.

Im Rahmen des Moduls erwerben die Studierenden Grundkenntnisse in mindestens zwei semitischen Sprachen: (Religions-) Geschichte und Kultur stehen ebenso im Fokus wie die Lektüre von leichten bis mittelschweren Texten sowie der Auf- und Ausbau von Grammatik und Wortschatz. Ihr Wissen bündeln die Studierenden abschliessend für die mündliche Modulprüfung, die zwei vorher vereinbarte Textkorpora zur Grundlage hat und maximal 40 Minuten dauert (Anmeldung über Belegen).

Es besteht die Möglichkeit, das Modul SPh abzuschliessen, ohne die Vertiefungsrichtung Semitic Philology gewählt zu haben. Das Modul und auch einzelne Veranstaltungen daraus sind auch für Studierende anderer Fächer und Fakultäten zugänglich. Wenn letztere das ganze Modul abschliessen, wird ihnen eine Bestätigung ausgestellt, die dem universitären Zeugnis beigelegt werden kann.

Bereits während des Bachelorstudiums können Veranstaltungen aus dem Modul Semitische Philologie (SPh) besucht werden.

Sprachen-Angebot 2017–2019

Im Fachbereich Altes Testament und Semitische Sprachwissenschaft werden verschiedene antike semitische Sprachen in regelmässigem und unregelmässigem Angebotsmuster gelehrt. Entsprechend der mittelfristigen Planung des Fachbereichs werden hier folgende Übungen aufgeführt:

 

Unregelmässiges Angebot
(Zeit n.V.)

Regelmässiges Angebot
(jeweils Fr 8-10)

HS 2017

Althebräische Inschriften

Akkadisch: Grundlagen

FS 2018

 

Akkadisch: Lektüre

HS 2018

Aramäische Texte aus Ägypten

Akkadisch: Grundlagen

FS 2019

 

Akkadisch: Lektüre

HS 2019

Phönizische Inschriften

Akkadisch: Grundlagen 

Vertiefungsrichtung Theology

Im Masterstudium Theologie, Vertiefungsrichtung Theology (vgl. Studienplan Masterstudiengang Theologie, Vertiefungsrichtung Theology) besteht die Möglichkeit, im Wahlbereich zusätzliche KP aus den Modulen AT 3 und AT 4 zu erbringen und die Masterarbeit zu einem alttestamentlichen Thema im Fachbereich Altes Testament und Semitische Sprachwissenschaft zu verfassen.

Für ein vertieftes Verständnis des Alten Testaments sind Kenntnisse der umliegenden Kulturen / Völker, deren Religionen und Sprachen unabdingbar, weshalb Studierenden, die sich vertieft mit dem Alten Testament beschäftigen wollen, unverbindlich empfoh­len wird, im Rahmen des Wahlbereichs auch die eine oder andere Veranstaltung aus dem Modul Semitische Philologie (SPh) zu belegen oder dieses ganz abzuschliessen.

Biblisch-Hebräisch-Lektüre: Die zu lesenden Texte variieren von Jahr zu Jahr, so dass die Lehrveranstaltung wiederholt belegt und mit 2 KP absolviert werden kann. Dies empfiehlt sich, um die Hebräisch-Kenntnisse im Laufe des gesamten Studiums à jour zu halten. 

Vertiefungsrichtung Christianity

Im Masterstudium Theologie, Vertiefungsrichtung Christianity besteht die Möglichkeit, Veranstaltungen aus dem Modul Semitische Philologie (SPh) im Wahlbereich anrechnen zu lassen (vgl. Studienplan Masterstudiengang Theologie, Vertiefungsrichtung Christianity).

Für ein vertieftes Verständnis des Alten Testaments sind Kenntnisse der umliegenden Kulturen / Völker, deren Religionen und Sprachen unabdingbar, weshalb Studierenden, die sich vertieft mit dem Alten Testament beschäftigen wollen, unverbindlich empfoh­len wird, die eine oder andere Veranstaltung aus besagtem Modul zu belegen.

Biblisch-Hebräisch-Lektüre: Die zu lesenden Texte variieren von Jahr zu Jahr, so dass die Lehrveranstaltung wiederholt belegt und mit 2 KP absolviert werden kann. Dies empfiehlt sich, um die Hebräisch-Kenntnisse im Laufe des gesamten Studiums à jour zu halten.