Forschungsschwerpunkte

Afrika

Die Forschung im Fachbereich Aussereuropäisches Christentum bildet sich einerseits in einem Afrika-Schwerpunkt ab. Insbesondere kommen verschiedene Varianten der Afrikanischen Pfingstbewegung, mit einer Perspektive auf westafrikanische Kirchen, in den Blick wie auch Afrikanische Unabhängige Kirchen (AUK) im Südlichen Afrika (mit jüngeren Kooperationen mit der University of Pretoria). Hier beteiligt sich der Fachbereich besonders an interdisziplinären Forschungsfragen, die sich etwa um politische Theologien der afrikanischen Pfingstbewegung drehen oder um sozialethische Repertoires von AUK.
AEC ist integraler Bestandteil des Basler Zentrums für Afrikastudien und vertritt dort primär religionsbezogene Afrikaforschung und-lehre (im Masters und Doktoratsprogramm).
Centre for African Studies: Petersgraben 11; CH-4051 Basel; 0041 (0)61 276 34 82
https://zasb.unibas.ch/home/
AEC ist stark interdisziplinär aufgestellt und in die relevanten wissenschaftlichen Netzwerke vor allem afrikabezogener Forschung eingebunden.
Deutsche Gesellschaft für Missionswissenschaft (DGMW): http://dgmw.org/
Schweizerische Gesellschaft für Afrikastudien (SGAS): http://www.sagw.ch/de/africa/die-gesellschaft.html
Vereinigung für Afrikawissenschaften in Deutschland (VAD): http://www.vad-ev.de/index.php

 

Südostasiatische Religions- und Christentumsgeschichte

Ein zweiter Forschungsschwerpunkt liegt in der südostasiatischen Religions- und Christentumsgeschichte mit Fokus Indonesien und Indien. Die polyzentrischen Strukturen des weltweiten Christentums kommen zudem in einer kirchen-, missions-, wie religionsgeschichtlichen Tiefenperspektive in den Blick. Schwerpunkte der historischen Forschungen sind ehemalige „Missionsgebiete“ der Basler Mission, und zwar vorwiegend des 20. Jahrhunderts (Ghana, Indonesien). Hier sind besonders die gute Zusammenarbeit mit universitären Partnerinstitutionen in Ghana wie auch der Baseler Mission / Mission 21 zu erwähnen.
http://www.baselmission.org/
http://www.mission-21.org/

Religion und Migration

Ein dritter Forschungsschwerpunkt bildet die Auseinandersetzung mit Fragen im Bereich Religion und Migration. In einem Forschungsprojekt werden Profile unterschiedlicher Migrationskirchen in der Schweiz erstellt. Mit Blick auf Migrationskirchen hat der Lehrstuhl seit 2013 das Schweizer Pionierprojekt einer theologischen Weiterbildung für Leitende in Migrationskirchen initiiert (in Zusammenarbeit mit ÖkumenereferentInnen der Kantonalkirchen). Mittlerweile konnte dieses Pilotprojekt in ein Certificate of Advanced Studies (CAS) der Universität Basel überführt werden. Die einjährige Weiterbildung „Interkulturelle Theologie und Migration“ beginnt jeweils im August.
http://www.migrationskirchen-weiterbildung.ch/

advancedstudies.unibas.ch/studienangebot/kurs/cas-interkulturelle-theologie-und-migration-119780



Religion und Entwicklung

Des Weiteren beteiligt sich der Fachbereich am Zentrum für Religion, Wirtschaft und Politik (ZRWP), das v.a. von der Theologischen Fakultät getragen wird. Hier bearbeitet AEC den Forschungsschwerpunkt „Religion and Development in the Global South“ im Rahmen eines zweijährigen Studienkollegs. Religion wurde in der Entwicklungszusammenarbeit lange Zeit als Hindernis gesehen. Erst in jüngster Zeit begannen sich säkulare Entwicklungsorganisationen, wie zb. die Weltbank, für religiöse Faktoren in ihrer Arbeit zu interessieren. Neuerdings werden auch nicht-materielle Ziele avisiert und religiöse Akteure werden gar zu wichtigen Stakeholdern in der Entwicklungszusammenarbeit.
http://www.zrwp.ch/fellows2015_16.htm