Forschung

Ein gemeinsames Forschungsinteresse vieler Projekte und Forschungsansätze des Fachbereiches Theologie an der Theologischen Fakultät Basel ist die Erforschung und Deutung der Interaktion des Christentums mit anderen Religionsformen, Kulturträgern und gesellschaftlichen Institutionen. Dabei versucht die an der Fakultät betriebene theologische Forschung eine klassisch christlich-theologische Urteilsbildung mit interdisziplinären Zugängen zur gegenwärtigen pluralisierten und globalisierten Welt zu verbinden. 

Einige Forschungsaktivitäten seien zur Veranschaulichung exemplarisch genannt:

  • Als ein erstes wichtiges Basler Proprium, das der Fakultät ein hohes Mass von internationaler Sichtbarkeit einbringt, kann die Forschung im Umfeld ihres prominenten Mitglieds Karl Barth gesehen werden. Am 22. Mai 2015 wurde dazu das "Karl Barth Zentrum für reformierte Theologie (KBZ)" eröffnet. Ein Internetaufritt ist in Planung. Die Edition der Werke Karl Barths, die Organisation von Tagungen und Studientagen, die Betreuung von Besuchergruppen und Wissenschaftlern sowie der Wissenstransfer spielen eine grosse Rolle. Das Karl Barth Zentrum für reformierte Theologie will als universitäres Lehr- und Forschungszentrum die Theologie von Karl Barth für die Gegenwart auslegen als auch die Tradition reformierter Theologie unter Berücksichtigung der theologischen Hermeneutik Karl Barths vertiefen und für die Diskurse der Gegenwart fruchtbar machen. 

  • Ein weiteres Gebiet sind die eher textphilologischen Aktivitäten im Bereich der alttestamentlichen Exegese und der älteren Kirchengeschichte. Hier wären etwa  die Projekte über "Quellen zur Geschichte der Phönizier. Textsammlung mit Übersetzung und Kommentar" sowie über den christlichen Universalgelehrten Julius Africanus (3. Jh.) zu nennen. In beiden Bereichen sind namhafte Quelleneditionen von bleibendem Wert entstanden. Neben dem philologischen "Handwerk" ist auch hier der cantus firmus der religiösen Interaktion deutlich. Das grosse ERC-Projekt "Paratexte der Bibel" führt diesen textphilologischen Ansatz weiter. Es ist geplant, einen Schwerpunkt "Textualität" auch über die Grenzen der Fakultät hinaus zu etablieren.

  • Ein dritter Bereich sind die Forschungen im Bereich der Interaktion zwischen Religion, Politik und Ökonomie. Das "Zentrum für Religion, Wirtschaft, Politik" (gemeinsam mit den Universitäten Zürich und Luzern) bündelt einige wichtige Aktivitäten in diesem Bereich. In der Fakultät sind besonders die Assistenzprofessur Religion und Wirtschaft und die Lehrstühle für Ethik und für Religionswissenschaft daran beteiligt.

  • Abschliessend sei auf ein interessantes Projekt des Instituts für Jüdische Studien mit engen Bezügen zur Professur für Aussereuropäisches Christentum verwiesen. Diese Forschungstätigkeit untersucht die Beziehungen afrikanischer Juden zur protestantischen Mission im 19. Jahrhundert. Das Projekt ist ein gutes Beispiel für Basler Spezifika (Archiv Basler Mission, Afrika-Schwerpunkt der Universität) und die Forschungsstrategie der Fakultät.

Forschungsdekan

Prof. Dr. Andreas Heuser

Nadelberg 10
CH-4051 Basel

Tel.: +41 (0)61 207 17 30
heuser.andreas@unibas.ch

 

 

Forschungsdekanat


Franziska Müller Boss

Nadelberg 10
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