Kirchengeschichte

Kirchengeschichte befasst sich mit den Lebensäusserungen des Christentums aus 2000 Jahren: der Entwicklung der christlichen Lehre (Dogma), der Spiritualität und Liturgie, der kirchlichen Organisation, unzähligen Biographien und nicht zuletzt auch mit den vielen Glaubenszeugnissen in Architektur, Kunst und Musik. Dabei arbeitet sie mit denselben Methoden und Quellen wie andere historische Wissenschaften – und oftmals in engem Kontakt mit ihnen. Das geduldige Arbeiten am historischen Objekt (Handschriften, Urkunden, alte Drucke) gehört ebenso zum Alltag wie das Aufspüren grösserer Zusammenhänge, die lesbar gemacht werden für aktuelle Fragestellungen.

Kirchengeschichte in Basel profitiert in besonderer Weise vom genius loci: eine moderne Stadt, die dennoch bis heute im urbanen Gewebe von der mittelalterlichen Blütezeit geprägt ist, die älteste Universität der Schweiz und eine der wenigen theologischen Fakultäten protestantischer Prägung mit Wurzeln, die bis weit vor die Reformation zurückreichen. In diesem Umfeld müssen Quellenzeugnisse der Kirchengeschichte nicht mühselig von weither „an den Haaren herbeigezogen“ werden, sondern sind beinahe buchstäblich vor der Haustür: Archivalien, alte Drucke, Museen, Bibliotheken und nicht zuletzt die schönen alten Kirchen Basels.

 

Personen:

Hauptamtlicher Fachvertreter
Prof. Dr. Ueli Zahnd

Emeriti
Prof. Dr. Rudolf Brändle
Prof. Dr. Dr. h.c. Ulrich Gäbler

Assistent
derzeit Vakant (vertreten durch Gabriel Müller)

Wissenschaftliche MitarbeiterInnen
Rainer Henrich (wiss. Mitarb., Myconius-Briefedition)
Gabriel Müller (Assistenzvertretung)



Forschungsschwerpunkte:

In der Forschung ergibt sich ein besonderer Schwerpunkt in religionsgeschichtlichen Fragestellungen: in – teilweise drittmittelgeförderten – Projekten wird untersucht, wie sich das Christentum in seiner jeweiligen religiösen Umwelt im Miteinander und Gegenüber zu anderen Religionen entwickelt hat.