Aussereuropäisches Christentum

Studienreise nach Ghana, 2015
Studienreise nach Kalimantan, Indonesien, 2013

Religio-scapes, Kontaktzonen, transkulturelle Dynamik

Das Fach Aussereuropäisches Christentum (AEC) steht in der Tradition der klassischen Missions- und Ökumenewissenschaft, die nunmehr als Interkulturelle Theologie firmiert. Mit einer europaweit einmaligen Ausrichtung auf aussereuropäisches Christentum (mit Schwerpunkt Afrika) reflektiert AEC transkulturelle Dynamiken der epochalen Südverlagerung der Christenheit. Im Sinne einer missionswissenschaftlichen Xenologie (Hermeneutik des Fremden) akzentuiert AEC (globalgeschichtliche) religio-scapes, interreligiöse Kontaktzonen und Hybridisierungsvorgänge, die aus kulturwissenschaftlicher Perspektive beleuchtet und theologisch reflektiert werden. Ökumenewissenschaftlich befragt AEC primär Theologie und Praxis der globalen, polyzentrischen Ökumenischen Bewegung(en). Insbesondere werden z.B. theologische Kontextualisierungen (Kontextuelle Theologien) wie auch interkulturelle Begegnungen thematisiert. Zunehmend kommt der Zusammenhang von Religion, Kirche und Migration in der gegenwärtigen kirchlichen und gesellschaftspolitischen Landschaft zum Tragen.

Mittelfristige Planung der Lehrveranstaltungen

Personen:

Hauptamtlicher Fachvertreter
Prof. Dr. Andreas Heuser

Emerita
Prof. Dr. Christine Lienemann

Assistentin
lic.theol. Claudia Hoffmann

Lehrbeauftragter
N.N.

post-doc. ESKAS-ForschungsstipendiatIn
Dr. Nana Abraham Kwakye Opare (University of Ghana, Legon)

Wissenschaftliche Hilfsassistenz


Forschungsschwerpunkte
Die Forschung im Fachbereich Aussereuropäisches Christentum bildet sich einerseits in einem Afrika-Schwerpunkt ab. Insbesondere kommen  verschiedene Varianten der Afrikanischen Pfingstbewegung, mit einem Perspektive auf westafrikanische Kirchen, in den Blick wie auch Afrikanische Unabhängige Kirchen (AUK) im Südlichen Afrika (mit jüngeren Kooperationen mit der University of Pretoria). Hier beteiligt sich der Fachbereich besonders an interdisziplinären Forschungsfragen, die sich etwa um politische Theologien der afrikanischen Pfingstbewegung drehen oder um sozialethische Repertoires von AUK.
Ein weiterer Fokus liegt auf sog. (afrikanischen) „Migrationskirchen“ in der Schweiz. Andererseits haben wir einen Forschungsschwerpunkt in der südostasiatischen Religions- und Christentumsgeschichte mit Fokus Indonesien und Indien. Die polyzentrischen Strukturen des weltweiten Christentums kommen zudem in einer kirchen-, missions-, wie religionsgeschichtlichen Tiefenperspektive in den Blick. Schwerpunkte der historischen Forschungen sind ehemalige „Missionsgebiete“ der Basler Mission, und zwar vorwiegend des 20. Jahrhunderts (Ghana, Indonesien). Hier sind besonders die gute Zusammenarbeit mit universitären Partnerinstitutionen in Ghana wie auch der Baseler Mission / Mission 21 zu erwähnen.
http://www.baselmission.org/
http://www.mission-21.org/

Mit Blick auf Migrationskirchen hat der Lehrstuhl seit 2013 das Schweizer Pionierprojekt einer theologischen Weiterbildung für Leitende in Migrationskirchen initiiert (in Zusammenarbeit mit ÖkumenereferentInnen der Kantonalkirchen). Mittlerweile konnte dieses Pilotprojekt in ein Certificate of Advanced Studies (CAS) der Universität Basel überführt werden. Die einjährige Weiterbildung „Interkulturelle Theologie und Migration“ beginnt jeweils im August.
https://advancedstudies.unibas.ch/studienangebot/kurs/cas-interkulturelle-theologie-und-migration-119780 http://www.migrationskirchen-weiterbildung.ch/

Des Weiteren beteiligt sich der Fachbereich am Zentrum für Religion, Wirtschaft und Politik (ZRWP), das v.a. von der Theologischen Fakultät getragen wird. Hier bearbeitet AEC den Forschungsschwerpunkt „Religion and Development in the Global South“ im Rahmen eines zweijährigen Studienkollegs. Religion wurde in der Entwicklungszusammenarbeit lange Zeit als Hindernis gesehen. Erst in jüngster Zeit begannen sich säkulare Entwicklungsorganisationen, wie zb. die Weltbank, für religiöse Faktoren in ihrer Arbeit zu interessieren. Neuerdings werden auch nicht-materielle Ziele avisiert und religiöse Akteure werden gar zu wichtigen Stakeholdern in der Entwicklungszusammenarbeit.
http://www.zrwp.ch/fellows2015_16.htm

AEC ist stark interdisziplinär aufgestellt und in die relevanten wissenschaftlichen Netzwerke vor allem afrikabezogener Forschung eingebunden.
Deutsche Gesellschaft für Missionswissenschaft (DGMW): http://dgmw.org/
Schweizerische Gesellschaft für Afrikastudien (SGAS): http://www.sagw.ch/de/africa/die-gesellschaft.html

Vereinigung für Afrikawissenschaften in Deutschland (VAD): http://www.vad-ev.de/index.php

AEC ist integraler Bestandteil des Basler Zentrums für Afrikastudien und vertritt dort primär religionsbezogene Afrikaforschung und-lehre (im Masters und Doktoratsprogramm).
Centre for African Studies: Petersgraben 11; CH-4051 Basel; 0041 (0)61 276 34 82
https://zasb.unibas.ch/home/

Fachbereich Aussereuropäisches Christentum

Postadresse:
Nadelberg 10
4051 Basel


Büros:
Heuberg 12
4051 Basel
Prof. Dr. Andreas Heuser
Tel.: +41 (0)61 207 17 30
Assistentin:
lic.theol. Claudia Hoffmann
Tel.: +41 (0)61 207 17 31