prospektiv - Magazin der Theologischen Fakultät Basel

Spiritualität
Spiritualität

Das vorliegende Prospektiv-Heft enthält Beiträge der letztjährigen Fakultätstagung auf dem Leuenberg.

Eine Näherbestimmung von «Spiritualität» in religiösen, nicht­religiö­sen und interreligiösen Kontexten war das Thema der Tagung der Theologischen Fakultät Basel, welche im Frühjahr 2019 auf dem Leuenberg BL stattgefunden hat. Die Beiträge, die Sie in diesem Heft finden, sind aus Vorträgen und weiterführenden Debatten rund um diese Tagung entstan­den.

Tanz
Religion und Tanz

Das vorliegende Prospektiv-Heft enthält Beiträge der letztjährigen Fakultätstagung auf dem Leuenberg.  Was ist Tanz? Warum tanzen Menschen? Welche Erfahrungen sind mit Tanz verbunden? Diese und viele andere Fragen wurden mit Expertinnen und Experten durchdacht, diskutiert und in Workshops und einem Podiumsgespräch vertieft.

Blasphemie
Blasphemie

Das vorliegende Prospektiv-Heft mit dem Schwerpunkt Blasphemie wirft Schlaglichter auf ein Thema, dem nicht nur die Fakultätstagung 2017 gewidmet war, sondern das auch die akademischen Disziplinen Theologie, Religionswissenschaft, aber auch die Rechtswissenschaft irritert und beschäftigt.

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Martyrium

Die Forderung wie auch die Bereitschaft, für den eigenen Glauben notfalls auch das eigene Leben oder das Leben nahestehender Menschen zu opfern, ist so alt wie der biblische Glaube selbst. Abraham, Simson und vor allem Jesus sind Beispiele dafür. Das Kreuz von Golgatha ist das martyrologische Ursymbol des Christentums. Immer wieder hat diese Dimension des Glaubens in der Geschichte des Christentums eine grosse Rolle gespielt, vor allem in der Antike, aber auch noch bis in die unmittelbare Vergangenheit heinein (D. Bonhoeffer). Unter modernen zivilgesellschaftlichen Bdeingungen jedoch gerät diese religiöse Selbst- und Sühneopfertradition ins Zwielicht eines religiösen Blut- und Gewlatarsenals, von dem win aufgeklärtes Christentum deshalb lieber "notwendige Abschiede" (K.-P. Jörns) empfiehlt.

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Religion im Widerstand

Mit der hier getroffenen Auswahl an Texten soll deutlich gemacht werden, wie vielfältig die Fragestellung "Religion im Widerstand" angegangen wurde. Nicht nur verweist sie auf zwei grundlegende Aspekte, nämlich der Religion einerseits als Mittel, andererseits als Ziel des Widerstands. Vielmehr ruft die Fragestellung auch nach Definitionen: was ist, in diesem Zusammenhang, als Religion zu verstehen? Und wo beginnt bzw. endet der Gestus des Widerstands?

Contact Zones
Contact Zones

Der "Bruderkuss" zwischen Breschnew und Honecker steht symbolisch dafür, wie fragil und ambivalent die Zonen zwischenmenschlicher und kultureller Kontakte sein können, wie sich ihre Codierungen aufladen und historisch verändern können. Und er zeigt auch, wie interessant und notwendig ihre wissenschaftliche Reflexion ist.
Das Thema "contact zones" ist im Bereich der Studien zum aussereuropäischen Christentum ein generatives Thema, und es ist zugleich anschlussfähig für andere Disziplinen der Theologie, Religionswissenschaft und jüdischen Studien.

Welt als Text

Welt als Text, Text als Welt

Was ist ein Text? ... Ist die Welt ein Text? ... Was hat unser Leben mit einem Text zu tun? ... Was geschieht, wenn Text und Bild aufeinandertreffen? ... Wie verteilen und verteilten sich Bücher auf eine Gesellschaft? ... Was sind sakrale Texte? ... Welche Geschichte haben Texte?

Fundamentalismus
Fundamentalismus

Rückbesinnung auf Würzeln - Reaktion auf Verunsicherung - Rebellion gegen Wertewandel - Utopie - Orientierung an zentralen Glaubensinhalten - ...
Welche Assoziationen tauchen bei Ihnen auf, wenn Sie das Wort "Fundamentalismus" hören oder lesen?
Wo hat der Fundamentalismus seine Wurzeln, welche Ausprägungen gibt es im Christentum, im Judentum und im Islam? Eine sorgfältige Differenzierung des Begriffs ist gefragt, vor allem wenn es um religiöse Fundamente geht, um Dinge, die uns wirklich angehen.

Gottesvieh
Gottesvieh : Tiere, Menschen, Religionen

"Herrscht über die Fische im Meer und über die Vögel unter dem Himmer und über das Vieh und über alles Getier, das auf Erden kriecht", so heisst es im Buch Genesis, ganz zu Beginn des Alten Testaments. Ist damit nicht schon "am Anfang" eine klare Hierarchie vorgegeben: zwischen Gott, dem Menschen als Gottes Ebenbild und den Tieren als den "Untertanen" des Menschen?
In vielen Religionen treten Tiere jedoch als besonders ausgezeichnete Wesen auf: Tiere haben eine aktive Rolle in Gottes Schöpfung, sind Gottes Gegenüber, mit dem er kommuniziert und dem er sich offenbart.
Das Verhältnis zwischen Gott, Mensch und Tier ist eines der ältesten Themen der Religion, das auch heute nicht an Aktualität eingebüsst hat.

Grenzen
Grenzen der Religion(en) - Religiöse Grenzen

Grenzen sind bekanntlich durch Trennungslinien markiert, und so verhält es sich auch mit den Disziplinen an der Universität. Fächer gewinnen ihre Identität, indem sie ihre Fragen einschränken, also Schranken ziehen, und Standpunkte beziehen.
Das diesjährige Prospektiv-Heft zeugt von diesen produktiven Auseinandersetzungen um die Bedeutung von Grenzen zwischen den Disziplinen Theologie und Religionswissenschaft, in den Religionen und für Religion im allgemeinen.

Macht
Die Macht des Heiligen

Die Wissenschaft ist selten so nah an den Menschen und ihren Erfahrungen wie bei der Diskussion über das Heilige. Erscheint das Heilige beim ersten Hören als etwas Fernes, das sich den menschlichen Kategorien des Beschreibens entzieht, wird es schnell manifest in Erfahrungsberichten aus Vergangenheit und Gegenwart.
Das Heilige wird bis heute vielfältig mächtig in den Erfahrungen der Menschen. Die Medien vermittelten unlängst die Amtseinsetzung der quasi-messianischen Figur des Barak Obama, wir führen öffentliche Diskussionen um sakrale Bauprojekte - um Kirchen und Minarette. Und oft wissen Menschen selbst am besten, was ihnen in ihrem Leben heilig ist. Vieles spricht dafür, dass die Macht des Heiligen auch in Zukunft vielerorts Thema bleiben wird.

Autorität
Autorität und Freiheit

Sei es die Frage nach dem Verhältnis von Amt und Charisma, von Institution und Individuum, von Schrift und Praxis, von Tradition und Revolution: Autorität und Freiheit sind Schlüsselkonzepte zur Beschreibung von Religion.
Beide eröffnen jedoch nicht nur auf deskriptiver Ebene eine bestimmte Perspektive auf das religiöse Feld, sie sind auch in den Religionen selbst immer wieder und immer neu Gegenstand kontroverser Diskussionen darüber, was unumstösslich gelten soll.

Bilder machen Feinde

Bilder machen Feinde

Feinde machen Bilder und Bilder machen Feinde, darum geht es in dieser ersten Ausgabe von Prospektiv der Theologischen Fakultät Basel. Zum Thema äussern sich neben Mitgliedern der Fakultät auch ein renommierter Schriftsteller und eine renommierte Medienschaffende: Peter Bichsel stell in prägnanter Weise die beunruhigende Kritiklosigkeit gegenüber medialen Bilderwelten fest. Esther Schapira zeigt, dass Bilder längst zu einer der wichtigsten Waffen geworden sind.